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Es werde Heimat...

Autor: Malte | Datum: 11 Juli 2014, 21:25 | 0 Kommentare

Ja, wie gehts Euch? 


Mir gehts gerade ganz gut, von den Nachrichten aus Israel abgesehen, und irgendwie läuft der Laden gerade... Es sind immernoch Ferien und vor kurzem ist die große Synodalversammlung der BNKP zu Ende gegangen.
Insgesamt waren 600 Personen beteiligt, es gab Vorträge, Gottesdienste, Vorträge, Seminare, Andachten und Vorträge gab es auch, und zwar im großen "Auditorium Tetehöli" der KiHo der BNKP. Es war manchmal ein bisschen wie Kirchentag, z.B. als wir über 500 Synodalversammlungs-Rucksäcke mit je einer Wasserflasche, einem Kugelschreiber und einem Tagungsbuch bestückt haben und dann die Rucksäcke in riesigen Plastiksäcken an der Wand gestapelt haben. Am nächsten Morgen kamen dann die TeilnehmerInnen alle an, mussten erst zur Schatzmeisterin, wegen der Teilnahmegebühr, und danach zu uns. Ich war bei "Registrasi II" eingeteilt, und die Leute, die zu uns gekommen sind, haben erst die beiden Quittungen von der Schatzmeisterin vorlegen müssen, die weiße und die rote. Die weiße haben sie wiederbekommen, die rote haben wir behalten, haben sie gefragt, ob sie morgens hier frühstücken möchten oder nicht, das wurde notiert, und dann haben sie den Rucksack und eine Teilnahmekarte bekommen, mit der sie in die Veranstaltungen reinkamen. Bei meinem Tisch, Tisch A (Resort 1 bis 10) waren das 101 Personen, bei den Tischen B bis F jeweils etwas weniger, die waren insgesamt für die Pfarrer der Resorts 12 bis 57, Pfarrer in Sonderfunktionen oder im Wartestand sowie Vikare und Eremitierte zuständig. Also ordentlich was los, und es war tatsächlich dem Kirchentag nicht ganz unähnlich: Pfarrer Futoni, der Chef von Tisch A, hat allen einzeln erklären müssen, was es mit diesem Frühstück auf sich hat, und noch viel mehr Leute hat er entsprechend ihren Resorts weiterleiten müssen, die sind nämlich einfach mal reingekommen und auf den ersten Tisch zugegangen (Tisch A). Unwichtig, dass draußen ein riesiges Plakat hing, wo alles genau draufstand... (Philipp, wenn du das hier liest: Tor B6 :-) 

Zwischendrin gab es auch regelmäßig Wartezeiten ohne Arbeit und mit Langeweile, und so was wie Helfer-T-Shirts hatten wir auch (in babyblau), nur Helfertücher gabs keine. Gut, und es waren nicht 100.000 sondern nur knapp 600 Teilnehmer, aber schön wars trotzdem, bis aufs Wetter, es hat fast die ganze Zeit geregnet... 

Dass ich meine Blogs nicht mehr mit " 'hier' ist es gerade so und so" beginne, ist Euch vielleicht aufgefallen - es ist echt einfach verschwunden, dieses "hier". Nein, im Ernst, noch vor ein paar Monaten war es da, in meinem Bewusstsein, in meinen Texten, ich bin "hier auf Nias" oder "hier in Indonesien", und das war nennenswert.
Ist es nicht mehr. In einem Maße, das mich selbst fast beunruhigt, bin ich hier zu Hause. Ja, wo denn sonst? Klar, ich reflektiere regelmäßig noch darüber, dass mir manchmal Sachen komisch vorkommen oder mich aufregen, weil sie anders sind als auf der westasiatischen Halbinsel, von der ich komme. Und dank dem "HelloMister" werde ich das so schnell auch nicht vergessen. Und klar habe ich Heimweh, und wie, Leute, aber dass ich hier lebe, wenigstens für den Moment, das ist irgendwie ein Axiom. Jede weitere Beschreibung (z.B. "dass ich jetzt auf Nias lebe" oder "dass ich jetzt in Gunungsitoli wohne") ist irgendwie eine Entfremdung. Es ist zwar richtig, aber ich muss kurz nachdenken, um festzustellen, dass das richtig ist. Viel weniger fremd kommt mir gerade der Satz vor "Leute, ich muss ins Bett!" 

Und deswegen soll das für heute reichen :-) 
Euch eine gute Nacht und bis bald...

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